05. Dezember 2024
Mistelbach und die Bolfraskaserne, das gehört zusammen. Dass die vor fast 90 Jahren erbauten Gebäude nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und eine Sanierung einerseits teurer als ein Neubau ist und andererseits auch der Raum für die Erfüllung zeitgemäßer Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres nicht mehr ausreicht, ist hinlänglich bekannt.
Der GÜPL Totenhauer muss als Übungsgelände für das Österreichische Bundesheer in voller Größe erhalten bleiben, das bestätigt sich in sicherheitspolitisch unsteten Zeiten einmal mehr. Nach lauten Protesten von Anrainerinnen und Anrainern am Totenhauer und am Stadtwald für den Erhalt des Naturraumes und des Naherholungsgebietes war es Bürgermeister Erich Stubenvoll, der als Vorgriff auf ein vom Bundesheer beantragtes Widmungsverfahren eine sogenannte Variantenprüfung vorgeschlagen und vorangetrieben hat. Bei dieser Variantenprüfung, welche vom Raumplanungsbüro Raum.Region.Mensch im Auftrag der StadtGemeinde Mistelbach durchgeführt wurde, sollten geeignete Standorte für eine Kaserne im Gemeindegebiet gesucht und fachlich-objektiv bewertet werden.
Und siehe da, es gibt einen Standort, den nicht nur die Fachplaner, sondern auch das Österreichische Bundesheer als besonders gut geeignet einstufen: Die Liechtensteingründe an der L35, nördlich des Dechanthofes, genau an der Grenze zwischen Mistelbach und Wilfersdorf. Perfekte Verkehrsanbindung (Landesstraße und Umfahrungsspange bzw. Autobahnnähe), ein direkter Anschluss an die bestehende „Panzerstraße“, die zum Truppenübungsplatz führt und auch die Nähe zum heereseigenen Verladegleis machen diesen Standort bestens geeignet und erzeugen keine zusätzlichen Verkehrs- oder andere Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
„Mit dem Standort an der L35 kann Mistelbach auch in den nächsten Jahrzehnten stolze Garnisonsstadt bleiben und das Bundesheer wird für die Stadt und den gesamten Bezirk auch in Zukunft wichtiger Partner und Garant für Sicherheit und Frieden sein“, resümiert Bürgermeister Erich Stubenvoll, dem die nachhaltige Absicherung des Kasernenstandortes Mistelbachs ein Herzensanliegen ist.
Auch der Chef des Generalstabs General Rudolf Striedinger und Bataillonskommandant Oberst Hans-Peter Hohlweg, welche diesen Standort bereits grob geprüft und für besonders gut geeignet befunden haben, überzeugten sich höchstpersönlich gemeinsam mit den Standort-Bürgermeistern und NÖ Landtagspräsidenten Mag. Karl Wilfing bei einem Lokalaugenschein von den Qualitäten des vorgeschlagenen Standortes.